Zecken-Risikogebiete in Deutschland
Sommerzeit, Zeckenzeit, ab sieben Grad plus besteht die Gefahr von einer Zecke gebissen zu werden. Dabei sind diese Viehcher nicht nur besonders Eckel erregend, sondern können auch gefährliche Krankheiten übertragen. Vor allem in dien Zecken-Risikogebieten besteht bei einem Zeckenbiss, die Gefahr sich mit Hirnhautentzündung (Frühsommer-Meningoenzephalitis, Fsme) anzustecken. Im letzten Jahr gab es in Deutschland 546 Fälle einer solchen Erkrankung, für diese Art der Hirnhautentzündung besteht in Deutschland Meldepflicht.
Nun wurde vom Robert Koch-Institut (RKI) eine neue Liste mit Zecken-Risikogebieten herausgegeben, in denen die Gefahr der Ansteckung mit Frühsommer-Meningoenzephalitis besonders hoch ist. Neu hinzukamen 33 Landkreise in Deutschland, wer in diesen Gebieten wohnt und sich Zecken einfangen kann, die Gefahr besteht vor allem für Hundebesitzer, die mit ihren Hunden in den betreffenden Gebieten Spazieren gehen, sollte sich vorsorglich gegen Fsme impfen lassen, so die Empfehlung des Robert Koch-Instituts. 129 Landkreise in Deutschland zählen zum Fsme-Risikogebiet.
Zu den Fsme-Risikogebieten zählen fast alle Landkreise in Bayern und in Baden-Württemberg. Eine Ausnahme bilden nur die Ballungsräume um München, Augsburg und Ulm. Aber auch Landkreise in Thüringen (hier neu Jena, Gera, Saalfeld-Rudolstadt und Sonnenberg) und in Hessen (neu in der Liste Main-Kinzig-Kreis, Groß Gerau, Darmstadt) zählen zu den Zecken Risikogebieten.
Zecken übertragen aber nicht nur Fsme sondern noch weit häufiger Borreliose (60.000 bis 80.000 Fälle pro Jahr). Dabei handelt es sich um eine Bakterielle Infektion, für die es, anders als für die Hirnhautentzündung keine Meldepflicht gibt. Für Borreliose gibt keine Risikogebiete, die Ansteckung kann bundesweit auftreten. Während man seinen Hund gegen Borreliose impfen kann, existiert keine Impfung für den Menschen. Borreliose ist im Frühstadium gut mit Antibiotika zu behandeln, ein Indiz kann ein roter Hof um die Einstichstelle der Zecke sein.
Am besten ist, man beugt einem Zeckenbiss vor. Wer in Gras oder Gestrüpp mit seinem Hund unterwegs ist, sollte dabei lange Kleidung bevorzugen, weiß ist vom Vorteil, darauf kann man selbst eine Zecke leicht erkennen. Meist dauert es, egal ob bei Mensch oder Hund, bis sich eine Zecke fest setzt mehrere Stunden, daher kann man mit einem gründlichen Absuchen seines Hundes den einen oder anderen Zeckenbiss verhindern. Zeckenhalsbänder oder das Einsprühen des Hundes gegen den Zeckenbefall hilft zwar etwas, ist aber meist kein 100 Prozentiger Schutz. Auch wer Kinder hat, sollte sich angewöhnen, diese nach einem Aufenthalt in Wald und Wiese auf Zecken abzusuchen. Vorallem auf dem Kopf. Eine Zecke dann aber niemals quetschen oder gar töten, wenn sie noch am Körper verbissen ist, in den Apotheken gibt es Zeckenzangen, mit denen man die Zecken ganz leicht herausdrehen kann.
Zecken-Risikogebiete in Deutschland; Geschrieben am 16.4.2007
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