Pille für den Hund - Alternative zur Kastration?
Wer der absolut richtigen Meinung ist, es gibt eh bereits genügend Hunde und deswegen auch auf Vaterschaftsklagen gegenüber seinen eigenen Rüden verzichten wollte, kam bisher um das Thema Kastration nicht herum. Dem armen Hund waren anschließend mitleidige Blicke sicher, wenn er ein Frauchen sein eigen nennen darf, durfte sie sich über entsprechende Sprüche freuen und ein Herrchen bekam wohl häufig nur ungläubiges Kopfschütteln zu spüren. Nun gibt es wohl eine Alternative und zwar die Pille für den Hund, was die Verhütung sanft, schmerzfrei und ohne OP möglich machen würde. Rüden bliebe die Kastration mit dem Skalpell erspart. Dies berichteten zumindest Forscher im Fachblatt New Scientist.
Möglich wird das durch ein Langzeit-Implantat mit Namen Suprelorin. Dieses blockiert im Hirn des Hundes die Freisetzung von Geschlechtshormonen, das lässt die Produktion der Spermien versiegen. Auch der Testosterongehalt sinkt, angenehme Nebenwirkung, der Hund ist weniger aggressiv. Wird das Implantat enfernt, dauert es nicht lange, bis sich der Hormonhaushalt wieder normalisiert, und der Rüde wieder für kleine Hundwelpen sorgen kann (einer breitwillige Hundedame vorausgesetzt).
Allerdings ist die Methode nicht ganz billig. Ein Sechs-Monat-Implantat kostet, jedenfalls in Australien, wo das Medikament bereits auf den Markt ist, 45 Euro. Welche Spätfolgen auf den Hund zu kommen, ist wohl noch nicht ausreichend erforscht.
Ich mag übrigens Hunde sehr. Aber wenn ich wieder einen hole, hole ich mir einen aus dem Tierheim, es gibt wohl wirklich genug Mischlinge inzwischen. Pille für den Hund - Alternative zur Kastration?; Geschrieben am 15.7.2007
|
|