Kolumbien Hunde als Entführungsopfer


In Kolumbien werden nicht nur Menschen von kriminellen Banden verschleppt und nur gegen Lösegeld wieder freigelassen, auch Hunde können Opfer eines solchen Entführungsfalles werden. Jüngstes Opfer ein Deutscher Schäferhund, für den die Entführer 700 Millionen Pesos (etwa 245.000 Euro) verlangen. Der Schäferhund gehört einer reichen Familie, die im Norden von Bogota, der Hauptstadt von Kolumbien wohnt, der Hund wurde aus der Wohnung entführt, da half auch kein Alarmsystem. Inzwischen hat die Familie auch bereits ein Video erhalten, auf den der Familienliebling mit Namen Aldo angekettet zu sehen ist.
Die Polizei in Kolumbien hat bereits versucht, den entführten Hund zu befreien. Zwei mutmaßliche Täter wurden nach einem Feuergefecht festgenommen. Die Falle war bei der Geldübergabe zugeschnappt.
Inzwischen ist Aldo wohl aber aufgetaucht. Er befindet sich in einem Veterinärzentrum im Stadtteil Mandalay, ist zwar völlig verstört und weigert sich zu fressen, der Gesundheitszustand von Aldo soll aber gut sein, so die Tierärzte. Nun ist geplant das Entführungsopfer möglichst schnell wieder mit seinen Herrchen und Frauchen zusammen zu führen.
In Kolumbien sollen sich zu Zeit 3.000 Mensch in der Gewalt von Erpressern befinden. Den ersten Entführungsfall mit tierischen Opfern gab es wohl 1998, damals wurden erstmals zwei Hunde entführt.

Kolumbien Hunde als Entführungsopfer; Geschrieben am 20.10.2007
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