Ist Hunde anbellen eine Beleidigung?


Hunde darf man nicht anbellen, dass musste nun ein junger Brite in Newcastle zumindest in erster Instanz erfahren. Der junge Mann hatte in einem Park zwei Hunde angebellt und angeknurrt. Er wurde fest genommen und vor ein Gericht gestellt. Dabei hatte der junge Mann auf das Gebelle der beiden Hunde, zwei Labradore, reagiert. Zwei Polizisten im Park fanden das gar nicht witzig, die Festnahme erfolgte umgehend, insgesamt fünf Stunden verbrachte der junge Mann im Knast, der Vorwurf öffentlich Beleidigung. Die beiden Polizeibeamten beriefen sich auf Abschnitt fünf der Öffentlichen Ordnung. Zwischenzeitlich hatte ihn ein Gericht im Januar in Großbritannien zu einer Geldbuße von 50 Pfund, etwa 75 Euro, verurteilt. Zusätzlich sollte er kosten in Höhe von 150 Pfund bezahlen. In zweiter Instanz wurde das Urteil nun aber aufgehoben. Der amüsante Prozess über das Anbellen von Hunden hat den britischen Staat insgesamt 8000 Pfund gekostet. Der Freispruch geht aus Sicht der Hundebesitzerin dabei völlig in Ordnung, für sie war das Zurückbellen nur ein Spaß, keine Beleidigung ihrer Labradore gewesen. Ob der 19jährige sich in Zukunft wieder einen solchen Spaß erlauben wird?
Die Richterin, die nun den Freispruch verkündete, erklärte, der Gesetzgeber sei kein Esel, sie glaube nicht, dass das Anbellen eines Hundes unter dieses Gesetz falle. Sicherlich könne ihr ein Experte für Labradore erklären, wie gekränkt die Hunde dadurch gewesen sein könnten, aber eine Anwendung des Gesetzes sei unsinnig. Die Polizei solle sich auf die Verfolgung richtiger Verbrechen konzentrieren. Die betroffene Polizeistelle erklärte nun, dass man den peinlichen Vorfall untersuchen wolle und aus dem Fehler lernen will.
Kyle Little zeigte sich erleichtert über das zweite Urteil. Sein Verteidiger erklärte, die Polizei habe wohl den falschen Baum angebellt.


Ist Hunde anbellen eine Beleidigung?; Geschrieben am 29.4.2007
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