Labrador Retriever
Labrador Retriever sind eine von der FCI anerkannte britische Hunderasse, die sich nicht nur in England und den USA als beliebte und sehr verbreitete Hunderasse durchgesetzt hat.
Labrador-Retriever gibt es mit verschiedenen Fellfärbungen: einfarbig schwarz, gelb und schokoladenbraun. Die gelbe Fellfärbung reicht von hellcreme bis fuchsrot.
Größe und Gewicht Labrador
Labrador-Rüden haben eine Widerristhöhe von 56 bis 57 Zentimeter, Hündinnen von 54 bis 56 Zentimeter. Allerdings werden kleine Abweichungen von der Größe toleriert. Die Hunde dieser Rasse sind kräftig gebaut, gut bemuskelt und haben einen breiten Schädel sowie einen breiten und tiefen Brustkorb. Gewichtsangaben sind im Rassestandard des Labrador Retriever nicht vorgegeben. Ein ausgewachsener, nicht übergewichtiger Labrador-Rüde kann bis zu 34 oder 35 kg erreichen, eine vergleichbare Hündin um 30 kg; Abweichungen je nach Rassetyp.
Wesen Labrador
Das Wesen ist freundlich. Aggression fehlt ebenso wie unangebrachte Scheu. Bei Labradoren ist der Wille zu Gefallen sehr ausgeprägt. Sie gelten als sehr gutmütige und freundliche Hunde. Dazu kommt Geduld und Ausgeglichenheit.
Besonders ausgeprägt ist die besondere Vorliebe von Labrador-Hunden zu Wasser und zum Apportieren.
Labrador-Hunde brauchen viel geistige und körperliche Beschäftigung. Das sollte vor ihrer Anschaffung unbedingt bedacht werden. Ein gelangweilter bzw. unterforderter Labrador kann sonst sehr schnell auch zum Zerstörer werden, und das trotz dem ausgeprägten Hang dem Besitzer gefallen zu wollen.
Wenn genug Zeit vorhanden ist, sich ausgiebig mit dem Hund zu beschäftigen, sind Labrador Hunde für Anfänger geeignet.
Seine Lernfähigkeit und Arbeitsfreude muss dabei allerdings gefördert werden. Labrador Hunde sind als Familienhund gut geeignet. Aber ihr Einsatzgebiet ist vielfältiger. Sie kommen auch als Jagdhund, Blindenhund, Therapiehund, Rettungshund und Drogenspürhund zum Einsatz oder sind beliebte Sportkameraden bei Agility und Flyball.
Name und Herkunft Labrador Retriever
Obwohl der Name Labrador lautet, stammte diese Hunderasse nicht aus Labrador, sondern von der kanadischen Ostküste aus dem Bereich von Neufundland, einer Labrador vorgelagerten Insel. Die Rasseentwicklung und die Anerkennung als eigene Rasse fand aber in Großbritannien statt. Daher wird in der Rassebeschreibung Großbritannien als Ursprungsland angegeben.
Erste Erwähnung und Beschreibung dieser Hunderasse
Colonel Peter Hawker beschrieb in dem Buch Instructions to Young Sportsmen einen Hund, der in seinem Erscheinungsbild dem heutigen Labrador Retriever ähnelte. Als Name für die von ihm beschriebene Hunderasse, die sich deutlich von dem größeren Neufundländer (Newfoundland Dog) unterschied nennt er St. John's breed.
Der Name Labrador Retriever wurde allerdings erst im Jahre 1870 erwähnt. Davor wurde der Name English Retriever genutzt. Weitere Namen, die genutzt wurden waren: St. John´s Dog, Lesser St. John´s Dog, Little Newfoundland Waterdog, Black Waterdog, Newfoundland Waterdog, Smaller Labrador, Lesser Newfoundland, Labrador Dog und English Labrador.the world's worst dog
Labradore und Allergie
Wer eine Hundeallergie hat, bzw. auf Hundehaare allergisch reagiert, wird mit Labrador Retriever Hunden häufig leider auch Probleme haben. Es gibt eine Züchtung, Labradoodle, zwischen Labrador und Puddel, die für Allergiker geeignet sein soll. Der Labradoodle ist keine Hunderasse im eigentlichen Sinne, sondern zählt zu den Designerhunden. Geschaffen wurde der Labradoodle um ihn als Blindenführhund für Menschen mit einer Hundehaarallergie auszubilden. Der Labrador wurde ausgewählt, da er als Blindenführhund ausgzeichnet geeignet ist, der Pudel, da er er keinem Fellwechsel unterliegt.
Kinofilm Marley & Ich
2009 kam der Kinofilm Marley & Ich in die deutschen Kinos. Er basierte auf dem gleichnamigen Buch von John Grogan und beschrieb das Leben eines US-amerikanischen Journalistenpaares mit ihrem Labrador Marley. Marley zieht bereits als Welpe bei den beiden ein und ist ein gutes Beispiel dafür, wie viel Unsinn Hunde dieser Rasse im Kopf haben können, wenn sie unterfordert und wenig ausgelastet sind. Bei allen Unsinn und Streichen wird Marley zu einem unverzichtbaren Mitglied der Familie.
Das Buch hat in der deutschen Übersetzung auch den Untertitel Unser Leben mit dem frechsten Hund der Welt. (The World's Worst Dog)
Marley & ich. Sonderausgabe zum Film
Prominente Labrador Retriever
Ein Labrador Retriever brachte es zur First Dog, zum Hund des Präsidenten der USA. Buddy wohnte gemeinsam mit Präsident Bill Clinton und dessen Familie in Washington. Bei Buddy handelt es sich um einen schokoladefarbenen Labrador. Ein weiterer Labrador der Familie Clinton ist Seamus.
In Malaysia erhielten die beiden Labradore Lucky und Flo bereits einen Orden. Sie hatten sich im Kampf gegen Raubkopierer ausgezeichnet. Die Software-Piraten haben gehörigen Respekt vor den beiden Hunden und haben daher ein Kopfgeld von 30.000 Pfund auf deren Leben ausgesetzt.
Hunde erhalten in Malaysia Orden
Der russiche Premierminister bzw. ehemalige Präsident Wladimir Putin hat ebenfallls einen Labrador namens Koni.
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