Hunde mit Herzschrittmacher


Auch Hunde können ein schwaches Herz haben oder eine Herzkrankheit. In solchen Fällen kann ein Herzschrittmacher helfen und damit das Leben des geliebten Vierbeiners verlängern. In den USA ist das fast schon Alltag, dort werden jedes Jahr 300 bis 500 Tiere operiert und erhalten mit einem Herzschrittmacher die Chance auf Leben. Insgesamt gibt es schon einige Tausende Hunde, deren Leben mit einem Herzschrittmacher verlängert wurde, in die deutsche Presse schaffte es zuletzt Labrador Grommit. Der achtjährige Labrador bekam bereits im Jahre 2006 einen Herzschrittmacher verpasst, Grommit litt an einem Herzfehler. Seine Besitzerin musste ständig befürchten, eines Tages nach Hause zu kommen, und ihren Hund tot vorzufinden, undenkbar und so entschied sie sich zur Operation.
Die Kosten für die Operation beliefen sich auf 2000 US-Doller, gedauert hatte sie etwa zwei Stunden, danach gab es Tobe- und Spielverbot für den Labrador, strenge Deckchenruhe war angesagt und voller Einsatz für Frauchen, die in der Zeit ihren geliebten Hund die Treppe rauf und runter tragen musste.

Ganz neu ist die Technik nicht. Das erste Mal war im Jahre 1968 als ein Hund die erste Implantation eines Herzschrittmachers erfuhr. Da Herzschrittmacher aber teuer sind, dauerte es noch einige Jahre, bis sich diese Technik auch bei Hunden durchsetze und die ersten Herzschrittmacher verlängerten zunächst das Leben von Zweibeinern, ehe sie, nach dem Ableben dieser, von Bestattungsunternehmen gespendet wurden, um nun auch einem Vierbeiner das Leben zu retteten.
Inzwischen stammen die Herzschrittmacher, die Hunden, Pferden und Katzen implantiert werden aus Spenden. Ohne diese Spenden könnten sich die meisten Tierbesitzer eine solche Operation auch kaum leisten, denn auch wenn es sich bei den gespendeten Geräten nicht immer um die erste Wahl handelt, kosten würden die Herzschrittmacher immer noch 5.000 bis 10.000 US-Dollar.

Damit sich die Halter von Hunden den chirurgischen Eingriff bei ihrem Tier überhaupt leisten können, verwaltet die Non-Profit-Organisation CanPacers so gespendete Herzschrittmacher und verkauft sie dann bei Bedarf an Tierärzte für etwa 500 Dollar pro Stück weiter. Die Einkünfte aus dem Verkauf der medizinischen Geräte kommen der Forschung von Tierärzten zugute, die sich mit der Funktion und Erkrankung von Herzen beschäftigen. Also helfen die Spenden gleich zweifach. Einmal Hunden wie Labrador Grommit und zum zweiten der Herzforschung bei Tieren.

CanPacers, Companion Animal Pacemaker Repository, hat auch eine englischsprachige Webseite mit mehr Infos zum Thema. Die Organisation gibt es bereits seit 1991.

Hunde mit Herzschrittmacher; Geschrieben am 15.10.2010
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